Selten ist ein Weg von Anfang bis Ende immer sichtbar
Oft sehen wir nur den nächsten Schritt.
Vielleicht würden wir sonst überwältigt sein von dem, was vor uns liegt.
Unser Kurzsichtigkeit ist auch eine Gnade.
So wird unsere ganze Kraft frei für den nächsten Schritt,
für eine Aufgabe der Stunde und des Tages.
Wir konzentrieren uns auf den Moment, der zu bewältigen ist,
auf den Augenblick, der so viele Möglichkeiten in sich birgt,
auf die Verwandlung des Schweren ins Leichte,
auf das gefüllte Wort und die Bedeutung eines einzigen Blicks.
Und am Ende des Tages, des Jahres,
am Ende eines Lebensabschnitts,
und am Ende des ganzen Lebens
bilden die vielen Schritte einen unnachahmlichen Weg,
der nur unseren Namen tragen konnte.
Ulrich Schaffer (*1942), Schriftsteller und Photograph
Nächster Eintrag: So fern und doch so nah
Vorheriger Eintrag: Manchmal scheint ...
Lesetipps Sachbuch und Belletristik, für Kinder und Erwachsene.
Selbsthilfegruppen, nach Bundesland und weltweit.
Empfehlungen, Skurriles, Ressourcen.
Abonnieren Sie unsere Info-Mails.